Eine Dark Fantasy-Reihe voller Intrigen, Experimente und gefährlicher Wahrheiten.
In einer Welt von Lügen und Experimenten kämpft Rose ums Überleben – und entdeckt, dass nichts so ist, wie es scheint. Zwischen Wahrheit und Verrat, Vertrauen und Misstrauen muss sie ihre eigene Stärke finden. Der erste Teil der Killers Destiny-Reihe zieht dich in eine Welt voller Dunkelheit, Leidenschaft und Geheimnisse, in der jede Entscheidung tödlich sein kann.
Die Schule beenden, einen Freund bekommen und mit der besten Freundin Zeit verbringen. Klingt jetzt nicht so schwer?
Falsch! Mach das mal, während ein Serienmörder hinter dir her ist.
Tao ist groß, gutaussehend und ihn umgibt eine Aura des Mystischen. Jedes Mädchen will ihn. Wer könnte es ihnen
auch verübeln? Nur weiß niemand, in welcher Verbindung er zu dem Serienmörder steht, der es auf Mädchen von
meiner Schule abgesehen hat. Ich auch nicht. Noch nicht...
Der Killer hinterlässt die Mädchen, wie im Sarg, mit einer Rose im Haar und auf dem Bauch gefalteten Händen.
Gruselig! Damit will ich ganz sicher nichts zu tun haben. Zu dumm... Denn es sieht so aus, als wäre er genau
hinter mir her...
Bist du bereit für die schrecklichste Entscheidung deines Lebens?
Die Nacht war dunkel. Schwarze Wolken verdeckten den Mond. Ein leichter Regen verschleierte die Sicht. Es war kalt in dieser Nacht. Kälter als es im Sommer hätte sein sollen. Ein Mädchen, etwa 16 Jahre alt, lief mit hochgezogenen Schultern die dunkle Straße hinunter. Sie war spät dran. Wenn sie ihren Bus verpasste, würde sie zu Fuß nach Hause gehen müssen. Der Regen ließ ihr glänzendes Haar an der Stirn kleben.
Die Laternen flackerten. Ihr mattes Licht drohte zu erlöschen. Sie lief schneller. Sie wollte nicht in irgendeiner gruseligen Seitengasse um diese Zeit im Dunkeln stehen. Wer weiß, was sich dort für Gestalten herumtrieben.
Ohne dass sie es bemerkte, trat er aus dem Schatten. Seine schwarzen Haare unter der weiten Kapuze seines Mantels vor dem Regen geschützt, sah er sich um. Sein Blick fand sie. Ein leichtes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er hob das Messer. Es glänzte im Schein des Mondes.
Die Laternen flackerten noch ein letztes Mal und gingen dann alle nacheinander aus. Nun war der Mond, der ab und zu noch zwischen den dicken Gewitterwolken hervor sah, die einzige Lichtquelle. Er ging langsam hinter ihr her. Sie war noch etwa drei Häuserblocks von der Hauptstraße entfernt. Ihr Atem ging keuchend, sie war bis auf die Knochen durchnässt und zitterte vor Kälte. Er legte leicht den Kopf schief, schien nachzudenken. Dann beschleunigte er seine Schritte.
Es dauerte nicht lange, dann hatte er sie eingeholt. Sie bemerkte ihn immer noch nicht. Er streckte seine Hand aus und packte ihre Schulter. Sie schrie. Der Laut wurde jedoch kurz darauf von seiner Hand erstickt. Sie versuchte sich zu befreien, doch er zog sie fest an sich, war stärker als sie. Sie trat um sich, wimmerte, schlug nach ihm. Er störte sich nicht daran. Er senkte nur den Kopf und roch an ihrem Haar. Rosen, dachte er. Ihre Gegenwehr wurde immer schwächer. Sie wimmerte, war nicht fähig zu schreien. Tränen liefen über ihr Gesicht.
Er drehte sie um und warf sie gegen eine Wand. Sie wollte sofort wegrennen, war aber nicht schnell genug. »Bitte«, wimmerte sie. Er legte einen Finger auf ihre Lippen, ganz dicht bei ihr, und sagte: »Schsch.« Sie sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Ihr Zittern war nun nicht mehr auf die Kälte zurückzuführen. Sie hatte Angst, Angst vor ihm, Angst davor, was er ihr antun würde.
Mit einem Arm hielt er sie fest. In seiner freien Hand ließ er das Messer kreisen. Dann ergriff er es und beugte sich noch dichter über sie. Sein Mund war immer noch mit diesem leichten Lächeln versehen. Mit der Spitze des Messers fuhr er über ihre Haut. Einmal von der Schläfe hinunter bis zum Kinn. Nur ganz leicht tat er das, verletzte sie nicht.
Nun beugte er sich weit genug hinunter, um seine Nase in ihrem Haar zu versenken. Einen Moment blieb er so stehen. Sie weinte, hatte aber zu viel Angst, um sich zu rühren, geschweige denn zu schreien. Dann richtete er sich auf und sah ihr in die Augen. Er lächelte sie an. »Vater wird glücklich sein. Vater wird mich loben.« Seine Worte, dieser Ausdruck in seinem Gesicht, sie bekam keine Luft mehr, ihr Körper war wie erstarrt. Ihre Angst, sie war fast schon greifbar.
Langsam senkte er das Messer auf ihre Brust herab, durchbohrte den dünnen Stoff ihrer Jacke. Sie sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Ihr Mund formte Worte, doch kein Ton kam ihr über die Lippen. Ihre Sicht wurde verschwommen, dann wieder stechend scharf, genauso wie der Schmerz, der sich in ihrem Körper, ausgehend von ihrer Brust, ausbreitete. Sie keuchte. Suchte nach einer Möglichkeit, ihrem Schicksal zu entgehen, hoffte auf eine Regung von ihm, hoffte, dass er sie doch noch gehen lassen würde.
Sie spürte, wie etwas warmes, flüssiges an ihr herabrann, ihre Kleider durchtränkte. Ihr wurde kalt, dann furchtbar warm. Ihr Körper rebellierte, doch es war zu spät. Sie sah an sich hinunter. Seine Hand umklammerte das Messer, rund herum quoll es rot aus ihr heraus. Sie sah wieder hinauf in sein Gesicht. Sein Lächeln war das Letzte, was sie jemals zu sehen bekommen sollte.
Er fing sie auf, als ihre Beine sie nicht mehr trugen. Sanft legte er sie auf die nassen Steine des Gehweges. Ihre Augen starrten leer hinauf in den wolkenverhangenen Nachthimmel. Wenige Meter weiter fuhr der Bus an der Haltestelle vorbei.
Geradezu sanft legte er sie auf den Rücken, verschränkte ihre Hände auf ihrem Bauch. Vorsichtig nahm er eine Strähne ihres Haares zwischen Daum und Zeigefinger und hob sie. Er schloss die Augen und roch daran. Dann ließ er die Strähne wieder fallen. Sie fügte sich zu dem Rest ihrer langen Haare, die wie ein Fächer um ihren Kopf ausgebreitet waren. Mit viel Sorgfalt setzte er dann das Messer auf ihrer Stirn an und begann, etwas hinein zu ritzen. Als er fertig war, sah er auf sie hinunter und schloss ihre Augen. Zu guter Letzt steckte er ihr eine rote Rose ins Haar.
Er erhob sich und verließ sie wieder. Nacheinander knisterten die Laternen und gingen dann flackernd wieder an. Als sie die Straße erneut in ihr warmes Licht hüllten, war von ihm nichts mehr zu sehen. Er war spurlos verschwunden. Einzig das Mädchen lag noch dort, mitten auf dem Fußweg, eine Blutlache um sie herum ausgebreitet, die der Regen langsam davon spülte. Wie rote Tränen lief das Blut von ihrer Stirn ihr Gesicht hinunter.
Nun gingen auch noch die letzten Lichter der Läden an der Hauptstraße aus. Niemand hatte ihren Schrei gehört. Niemand hatte sie sterben sehen. Niemand hatte ihren Tod bemerkt. Niemand hatte sie gerettet. Niemand sah sie, niemand war dort. Sie war ganz allein.
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Killers Destiny-Reihe
Band 2: Kyl
Düstere Dark Fantasy voller Spannung, Verrat & Liebe: Geheimnisse, Verrat und eine junge Frau, die lernen muss, dass Liebe und Dunkelheit manchmal Hand in Hand gehen.
Die Dunkelheit spürenLustige Kinderbücher: Ein chaotischer, wie frecher Weihnachtswichtel schusselt sich durch seine Geheimaufträge